Namib Wilderness

Leica Fotografie International – Mastershot

Manche Momente planen sich nicht. Sie passieren einfach.

So war es auch an diesem Morgen in der Namib. Wir waren früh unterwegs Richtung Sossusvlei, noch etwas verschlafen, als die Wüste langsam wach wurde. Das Licht war weich, die Luft kühl, und alles wirkte ruhig und fast stillgelegt.

Dann standen sie plötzlich da.

Ein paar Oryx, ganz ruhig, fast selbstverständlich. Kein großes Schauspiel, kein Drama. Sie wirkten, als wären sie schon immer Teil dieser Landschaft gewesen, perfekt eingebettet in diese weite, offene Ebene.

Ich hatte nur die Leica M mit einem 50mm Objektiv griffbereit. Keine Zeit zum Wechseln, kein großes Überlegen. Einfach Kamera hoch und den Moment festhalten. Und genau hier hat sich gezeigt: Auch mit 50mm kann man Natur und Tiere fotografieren. In diesem Fall war es meiner Meinung nach sogar genau die richtige Brennweite. Nicht zu nah, nicht zu weit weg. Genug Raum, um die Tiere zu zeigen, aber vor allem auch die beeindruckende Landschaft, die sie umgibt.

Für mich macht genau das den Unterschied. Man sieht nicht nur ein Tier, sondern versteht den Ort. Die Weite. Die Ruhe. Dieses Bild hält einen Moment einer Geschichte fest und alle Motive darin sind gleichwertige Darsteller.

Ich bin eigentlich kein klassischer Landschaftsfotograf. Aber Namibia zieht dich da einfach rein. Du kannst gar nicht anders, als diese Szenen festhalten zu wollen.

Und das hier war einfach ein kurzer Moment, der gepasst hat.

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Dreaming Boxer